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Bild zu Wie frau mit Gyrokinesis in Schwung kommt!
Und natürlich ist zu diesem Thema auch vom obligatorischen Beckenboden die Rede. In aller Munde, aber nicht im Griff sozusagen. Da stellt sich als erstes die Frage, wo er sich denn überhaupt befindet und aus welchem Grunde ihm so großer Wert beigemessen wird.

Das große Interesse an diesem nicht wirklich sichtbaren Muskel hat nicht zuletzt damit zu tun, dass die Hälfte der Frauen zumindest zeitweilig das Problem der Inkontinenz aus eigener Erfahrung kennt. Also um dieses Problem zu lösen brauche ich auch keine großen Turnübungen zu vollbringen, da kann ich mich getrost ausschließlich mit meinem Beckenboden beschäftigen, wenn ich denn weiß, wie und wo ich ihn finde. Nun ist das nicht das einzige Thema, über das nicht gern und häufig gesprochen wird.

Ein Thema, das gleich vom ersten Gefühl an sich mit mehr als dem Beckenboden beschäftigt. Und zwar die Orgasmusfähigkeit. Auch das hat mit Muskulatur zu tun, aber nicht ausschließlich, ja natürlich, das kann man sich schon denken. Tja, aber die Region ist mal im ersten Moment die Gleiche wie bei der Inkontinenz und doch umfasst es mehr und das wollen wir mal pathetisch als Körpermitte benennen. Auch dieses Wort schon oft gehört, benötigt denn doch häufig wieder eine genauere Ortsangabe möglichst mit Karte und Kompass. Ist das der Nabel, die Taille oder...?

Häufig, hab ich bemerkt, wird der Bauch in der Mitte gefunden und mit situps bekämpft. Das kann man machen, muss man aber nicht. Die Körpermitte umfasst viel mehr und muss in die ganzheitliche Bewegung mit einbezogen werden, um bessere Voraussetzungen für einen besseren Geschlechtsakt zu schaffen und Störungen in der Bewegungsfunktion zu behandeln.

Also in einem Buch von Helle Gotved (Bewegungspädagogin) hat sie so zutreffend einen Satz formuliert :“ Die Bewegung der Körpermitte kann im Grunde genauso leicht sein wie das Beugen und Strecken eines Fingers.“

Um diese Bewegungsfunktionen quasi wiederzubeleben, muss ich die dazu verantwortliche Muskulatur ansteuern können und das ist zumeist ein koordinatives Problem. Und da gilt: Es gibt mehr zu fühlen und zu bewegen unter der Oberfläche, nur weil wir Dinge nicht sehen können, heißt es nicht, dass sie nicht existieren. Aber wie?

An dieser Stelle kommt jetzt die Überleitung zu dem Bewegungssystem Gyrotonic bzw, Gyrokinesis. Durch welches ich diese Ansteuerbarkeit wiedererlangen und dann völlig selbstverständlich meine Körpermitte trainieren kann. Zu Beginn steht die Vorstellung in deinem Geiste von einer Bewegung, wie z.B. eine Wellenbewegung, oder eine Spiralenform, oder einem Wiegen. Du stellst dir die Bewegung vor, wie etwas schon mal Erlebtes, zB. das Dahinschweben auf einer Schaukel. Durch die Vorstellung der Bewegung richtet das Nervensystem selbst die Steuerung aus und das anzusteuernde Körperteil kann dem Bewegungswunsch nachgehen.

Es werden viele verschiedene Bewegungen über diesen Weg erlernt und in einer rhythmischen steten Weise ausgeführt um die so schwer zu findende Mitte zu deinem Zentrum zu machen, durchzukneten und Saft und Kraft zu schöpfen. Etwas salopp ausgedrückt, aber durchaus zutreffend. Das sich damit eine ganze Reihe an schmerzhaften Situationen wie die der Hüften, im Kreuz, Ischias, Hämorrhoiden, die Verdauung bessern können, ist vielleicht auch ein schöner Effekt.

Um nicht zu esoterisch zu wirken mach ich jetzt erst, zum Ende des Artikels auf die Chakren aufmerksam, die im Zentrum liegen und durch diese Bewegungsform ebenfalls aktiviert werden und nicht unerheblich zu unserem Wohlbefinden beitragen. Ein nicht aktiviertes Wurzelchakra, anatomisch auf der Höhe des Damms, lässt dich kraft- und machtlos fühlen. Ein Mensch mit aktivem Wurzelchakra wirkt selbstsicher, realitätsnah, vital und frisch. Das darüber liegende Sakralchakra, eine Handbreit unter dem Nabel, steht für Erotik, Kreativität und im Fluss sein.

Also auch wenn ich mit Chakra und Co nichts anfangen kann, ist es doch nachvollziehbar, dass so wie ich mich in meinem Körper fühle oder nicht fühle, das mein Wohlbefinden und dadurch auch meinen Alltag beeinflusst.
Die Lösung erscheint nun vielleicht so simpel, doch wie sagt man: „Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.“ Was ich damit sagen will ist, es braucht etwas Zeit und Geduld, macht aber dann um so mehr Spaß.

Heike Paul

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Quelle + Foto: Heike Paul - Juli 2010
 
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