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Bild zu Karin Niederhofer und das SENIORENCOLLEG
Wie schnell die Zeit vergeht!
Ende 2002 habe ich die Ausbildung zur EDV-Trainerin abgeschlossen, mein Sohn war gerade 9 Jahre alt geworden, als ich beschloss, meinen 2. Berufsweg einzuschlagen.
Ich wollte einfach mehr Zeit für meinen Sohn haben und nicht nur einen 10 Stunden-Tag in meinem alten Job verbringen. Als EDV-Trainerin konnte ich mir meine Zeit gut einteilen.
Besonders wichtig war mir, dass ich alle Ferien mit meinem Sohn verbringen konnte. Das EVD-Unternehmen in dem ich meine Ausbildung machte, bat mich zu bleiben und so rückte ich von der Schulbank direkt auf den Platz vor der Tafel.
Meine Zeit als EDV-Trainerin begann. Ich schulte täglich die Office- und Windows-Programme für AMS-Kurse rauf und runter und nach einem Jahr wollte ich einfach für mich da sein.
2004 begann ich nun mit einem angemieteten Bürozimmer in einer Bürogemeinschaft kleine Kurse für Schulkinder abzuhalten. Das machte echt Spaß und als ich dann noch mit der Österreichischen Computergesellschaft ein Computerlernprogramm für Kinder schulen konnte, war mein Start perfekt gelungen. Job, Kind, Familie und Freizeit bekam ich perfekt unter einen Hut.
Kinder haben erfahrungsgemäß wenig Freizeit beziehungsweise möchten sie in ihrer Freizeit oft anderes tun, als am Computer sitzen, zumindest war dies zu dem damaligen Zeitpunkt so, auch wenn es heute bestimmt anders ist.
Das wirkte sich auch auf die Nachfrage meiner Kurse aus, aber ich erhielt ohne viel Zutun Anfragen von SeniorInnen, die gerne mit dem Computer umgehen lernen wollten. 2005 war dies noch eine kostspielige Angelegenheit, denn die Notebooks kosteten damals noch um die € 1500, --. Ich war auch als Dozentin an der VHS Urania tätig im Bereich Senioren Computerschulung und gründete parallel dazu 2006 mein SeniorenColleg.
Heute sind wir beide 10 Jahre älter, um viel Erfahrung reicher und ich kann auf sehr spannende und lehreiche 10 Jahre zurückschauen.
Ich kaufte 8 neue Notebooks, für mich war dies damals eine Risikoinvestition, mietete ein Geschäftslokal in der Praterstrasse an und startete mein Unternehmen „Computerschule für Seniorinnen und Senioren“. Mit einem perfekten Management von Familie, Sohn und Beruf startete ich in meine neue Zukunft. Mein Sohn wurde erwachsener und ging in eine Ganztagsschule, meine Dienstzeiten passten sich immer dem Rhythmus der Schule an. Zuerst noch bis 15 Uhr, dann bereits bis 18 Uhr, Ferienzeit war immer nur für Familie und Sohn reserviert.
Der Pensionistenverband Leopoldstadt schlug eine Zusammenarbeit vor und ich war mit einem Schlag umgeben von lernwilligen Seniorinnen und Senioren. Mein Seniorencolleg entwickelte sich zu einem Treffpunkt für viele über 50 und zu einem Zentrum für Computerausbildung, Weiterbildung und Kommunikation.
Die Medien, wie Kurier, Wien. International, Bezirkszeitungen berichteten über mich, ATV drehte bei mir sogar eine Dokumentation und strahlte diese 2013 in ATV-Live aus. Interviews in Ö1 Nachtquartier, Schau TV, Karlich Show und erst vor kurzem im Journal Panorama Ö1 und im Kurier die Muttertags Reportage 2016 brachten mir immer neue Kunden. Leute, die sich nie getraut hätten, Computer zu lernen, jedoch durch die Reportagen und Interviews Mut fassten. "Das kann ich doch auch lernen.", so meldeten sich viele Seniorinnen und Senioren bis ins hohe Alter von über 90 Jahren für Kurse an.
Sie alle lernten im SeniorenColleg mit dem Computer umgehen. Ich kann auf eine stattliche Zahl einiger tausend Kunden stolz sein, die mich täglich gerne weiterempfehlen.
2013 war inmitten meines Erfolges ein persönliches Krisenjahr. Ich wurde schwer krank undes war nicht abzusehen, ob ich das SeniorenColleg weiterführen könne. Mein Sohn, damals 21 Jahre alt und WU Student übernahm kurzer Hand meine Firma und alle gebuchten Seminare und führte das Schulungsunternehmen fast ein gutes Jahr für mich weiter.
Ich erholte mich, stieg nach vielen REHA Wochen langsam wieder ein. Dank meines Sohnes erlitt das SeniorenColleg keinerlei Schaden, im Gegenteil: Ich gewann einen tollen Schulungspartner.
Wir führten nun gemeinsam das SeniorenColleg, ich wieder Vollzeit, mein Sohn neben dem Studium. Unsere Kunden schätzten uns als Team und fühlten sich rundum betreut und gut aufgehoben.
Heuer feiert das SeniorenColleg sein 10. Jahr.
Mein Sohn Alexander hat sich mittlerweile in einem sehr ähnlichen Bereich selbstständig gemacht, der unser Schulungsangebot optimal ergänzt. Die von ihm mitgegründete Firma HELFERLINE bietet Technikhilfe für Zuhause, speziell ausgerichtet auf Privatpersonen. Kunden mit einem technischen Problem (Internet geht nicht, Drucker ist defekt...) können sich über eine kostenlose Hotline (0800 400 470) an HELFERLINE wenden. Nachdem feststeht, um welches Problem es sich handelt, vermittelt die Firma einen genau auf diesen technischen Bereich spezialisierten Techniker („Helferlein“). Der Einsatz muss nur bezahlt werden, wenn das Problem auch wirklich behoben wurde.
Ich kann mit Stolz behaupten, dass Stammkunden weit über 5 Jahre regelmäßig Kurse belegen und wir ein Drehpunkt für viele interessante Unternehmungen geworden sind.
Für mich ist es noch immer die schönste Arbeit absoluten Anfängern, oftmals auch Zweiflern den Weg in die digitale Welt zu öffnen. Und fast alle genießen die neue Freiheit in der großen Welt des WWW.
Ich selbst werde mich weiter neuen Projekten widmen und stelle heuer im Herbst eine neue Software vor, die speziell für sehr betagte Computeranfänger geeignet ist. Für Menschen, denen die Handhabung oder das Erlernen von Windows schwerfällt, wird es ein Programm geben, welches mit wenigen Schaltflächen und einer sehr einfachen Bedienungsoberfläche zu handhaben ist. Eine Chance für alle, die auch im betagten Alter nicht zurückbleiben möchten. Damit möchte ich gerne österreichweit eine neue Initiative “ SeniorenColleg bringt alle Senioren ins Netz“ starten.
Ich selbst genieße bereits den Luxus von mehreren Urlaubsreisen pro Jahr, die ich gerne mit meinen Senioren gemeinsam mache, nehme mir auch die Zeit helfend Africa Amini Alama zu unterstützen
Das vorrangige Ziel diesen Weg zu gehen war immer für meinen Sohn Zeit zu haben. Es ist ein gutes Gefühl viele schöne Jahre als erziehende Mutter verbracht zu haben und trotz so mancher Hindernisse ein erfolgreiches Einzelunternehmen auf die Beine gestellt zu haben.
Karin Niederhofer Gründerin und Eigentümerin des SeniorenColleg Wien
Wien, Mai 2016
 
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