Klassenfahrten, Führerschein, Studium – Mit Aktien finanziell vorsorgen

Wenn der Nachwuchs unterwegs ist, denken viele Eltern an die erste gemeinsame Zeit. Wie wird sich das Leben mit Kind einspielen? Welche Änderungen müssen vorgenommen werden, um dem kleinen Star der Familie gerecht zu werden? Viel zu kurz kommt dabei die finanzielle Absicherung des Kindes. Denn wer schon ab der Geburt zu sparen beginnt, muss sich in einigen Jahren nicht vor hohen Kosten für Klassenfahrten, den Führerschein oder auch ein Studium fürchten.

Sparen für Kinder hat viele Facetten. So bieten einige Versicherungen beispielsweise den Kinderschutzbrief oder die Ausbildungsversicherung. Leider zeigt sich immer wieder, dass diese Produkte durch hohe Kosten und die Inflexibilität nicht zum Sparen geeignet sind. Aktien- sowie Fonds hingegen machen sich besonders gut, um Geld für die Zukunft anzulegen. Wie Ihnen dies gelingt, erfahren Sie im Folgenden.

Aktiensparen bedarf Zeit

Das Sparen mittels Aktien ist jedoch nur für Menschen geeignet, die Zeit mitbringen. Denn meist muss das Geld für mehrere Jahre angelegt werden, um einen sicheren Gewinn zu erzielen. Dabei eigenen sich Aktienfonds sehr gut. Sie bieten nicht nur eine sehr gute Renditechance, sondern sind auch recht unkompliziert. Durch die lange Anlagedauer gleichen Sie die meisten Kursschwankungen wieder aus, sodass ein Gewinn entsteht. Wer länger als zehn Jahre anlegen möchte, kann sich für einen ETF-Sparplan entscheiden.

Ein ETF-Sparplan (Exchange Traded Fund) stellt zusammengefasst ein Wertpapier dar. Jedoch beinhaltet dieses eine Vielzahl von Wertpapieren diverser Unternehmen am Markt. Somit minimieren Sie Ihr Risiko stark. Denn anstelle des Investierens in nur ein Unternehmen streuen Sie das Risiko. Experten sprechen dabei von einer globalen Diversifikation. Durch das Anlegen in den unterschiedlichsten Aktien der Welt können Sie Verluste drastisch minimieren und die Rendite dennoch gleich halten.

Risikobereitschaft nutzen – Startup Aktien kaufen

Möchten Sie nur geringe Geldsummen anlegen, bietet das Startup Aktien kaufen an. Start-Ups sind neu gegründete Unternehmen, die sich bisher noch nicht auf dem Markt behauptet haben. Je nachdem, wie innovativ deren Produkt oder Dienstleistung ist und wie gut sie sich vermarkten können, blüht ein schneller Untergang oder eine große Zukunft. Das Kaufen von Start-up Aktien geht mit geringen Kosten für die Anteile einher. Daher kann ein solches Geschäft sehr lukrativ sein, wenn das Unternehmen plötzlich zum Star wird. Dennoch gehen mit dieser Anlage zahlreiche Risiken einher.

Mit Kontomodellen sparen

Ist das Kind schon in seinen Teenagerjahren? Dann haben Sie meist nur noch fünf bis zehn Jahre Zeit, um Geld in Aktien anzulegen. Hierbei eignet sich die Festzinsanlage. Ihnen wird von der Bank ein fester garantierter Zinssatz gewährt. Somit können Sie sicher sein, dass Ihre Anlage an Wert zugewinnt. Der Nachteil an einem möglichst hohen Zins ist jedoch die lange Anlagezeit. Denn je mehr Zins Sie sich wünschen, desto länger müssen sie auf das Geld verzichten. Achten Sie zudem darauf, dass das Festzinssparen nicht flexibel ist. Ihr Kapital ist für viele Jahre gebunden.

Auf welchen Namen sparen Sie?

Bevor Sie sich nun für eine Sparmethode entscheiden, gilt es festzulegen, auf welchen Namen Sie sparen möchten. Ein Sparkonto kann beispielsweise offiziell dem Kind zugeschrieben werden. Dabei entstehen jedoch nicht nur Vorteile, sondern auch Nachteile.

Vorteilhaft ist die Mündelsicherheit. Hieraus leitet sich ab, dass die Kapitalanlage ausschließlich dem Kind gehört und auch nur für dieses verwendet werden darf.
Sobald das Kind das 18. Lebensjahr vollendet, kann es über das Geld verfügen. Kommt es jedoch zuvor zu einem finanziellen Notfall, darf die Anlage nicht genutzt werden. Dies wäre Betrug.

Zudem stellt die freie Verfügung ab dem 18. Lebensjahr eine weitere Gefahr dar: Das Kind kann das Geld nach freiem Belieben einsetzen und somit eventuell verprassen.

Ein Vorteil des Sparens auf den Namen des Kindes findet sich in steuerlicher Hinsicht. Denn Kinder beziehen meist kein Einkommen. Somit können Sie den Sparerpauschbetrag nutzen und einen Grundfreibetrag von jährlich 801 Euro beanspruchen.

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