Onlineshop eröffnen – Worauf ist zu achten?

Der Versandhandel wird immer populärer. Große Player wie Amazon oder Zalando generieren jährlich Riesenumsätze. Daher denken viele daran, sich selbst eine Scheibe dieses Kuchens abzuschneiden. Grundsätzlich lässt sich das einfach und schnell umsetzen, dennoch gibt es dabei ein paar Themen, denen verstärkt Beachtung geschenkt werden sollte.

Die Wahl der Rechtsform

Wie bei allen Unternehmensgründungen ist auch bei einem Versandhandel die Rechtsform eine entscheidende Frage. Es gibt dabei nicht die eine perfekte Rechtsform. Wichtig sind die individuellen Voraussetzungen, wie zum Beispiel vorhandenes Eigenkapital oder ob allein oder gemeinsam mit anderen Personen gegründet werden soll. Auch die Dimension spielt dabei eine wichtige Rolle. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gibt auf seiner Webseite einen Überblick über alle möglichen Rechtsformen.

Versandkosten und Verpackung

Von vielen neuen Händlern wird am Anfang die genaue Kalkulation der Verpackungskosten vergessen. Dazu zählen neben den Gebühren für Porto auch die Kosten für das Material der Außen- und Innenverpackung, die in die Eigenkosten miteinbezogen werden müssen. Ob die Versandkosten dem Kunden gänzlich, zum Teil oder gar nicht verrechnet werden, ist dann eine betriebswirtschaftliche Entscheidung.

Neben einem Umschlag oder Karton für die Verpackung wird auch noch Material benötigt, das die Ware während des teilweisen rasanten Transportes vor Beschädigungen schützt. Denn es kann schon mal vorkommen, dass ein Fahrer eine Vollbremsung im Straßenverkehr hinlegen muss und die Kartons dabei durch die Luft fliegen. Guten Schutz bietet in solchen Fällen zum Beispiel Luftpolsterfolie, mit der die Kartons befüllt werden können. Professionelle Anbieter wie die Fa. Kartonfritze stellen entsprechende Materialien zur Verfügung, die in großen Mengen günstig eingekauft werden können.

Rechtliche Bestimmungen

Der Versandhandel unterliegt vielen rechtlichen Bestimmungen, denen im laufenden Betrieb ebenfalls Beachtung geschenkt werden muss. Dazu gehört beispielsweise das Widerrufsrecht. Kunden haben das Recht, die Ware ohne Angabe von Gründen innerhalb von 14 Tagen zurückzusenden. Seit der letzten Gesetzesnovelle muss die Kosten dafür allerdings nicht der Unternehmer bezahlen. Trotzdem sollte gut überlegt werden, ob diese Kosten dennoch übernommen werden, da das gegenüber Mitbewerbern im Versandhandel Vorteile bringen machen.

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn die Ware nicht nur im eigenen Land versendet werden soll. Zu beachten sind hier vor allem die höheren Eigenkosten für den Versand und die rechtlichen Bestimmungen des jeweiligen Landes. Der Versand von Arzneimittel in andere EU-Staaten ist beispielsweise an besondere Bedingungen geknüpft und so verhält es sich auch bei vielen anderen Artikeln. Daher sollte im Vorfeld gut überlegt werden, ob die Ware in andere Länder versendet werden soll und welche Bestimmungen und Regelungen dabei in den einzelnen Ländern zu beachten sind.

Versanddienstleister bieten Unterstützung

Gleichzeitig Mutter und selbstständig sein ist an sich schon eine große Herausforderung. Alles selbst erledigen zu wollen kann dann schnell im Chaos enden und zu Überforderung führen. Daher sollte gut überlegt werden, ob für bestimmte betriebliche Aktivitäten Unterstützung beansprucht werden soll. Wenn die Bestellungen rasant zunehmen, ist es ratsam, sich beispielsweise nicht mehr selbst um Verpackung und Versand zu kümmern, sondern einen Versanddienstleister zu engagieren, der diese Arbeiten kostengünstig übernehmen kann. Dann bleibt mehr Zeit, um sich auf das Kerngeschäft zu konzentrieren und mit gezielten Maßnahmen die Umsätze weiter zu erhöhen.

Fazit: Der Versandhandel kann ein sehr lukratives und aufregendes Business sein, wenn im Vorfeld dafür die Hausaufgaben ordentlich erledigt wurden.

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